Tabouli SalatOle und ich waren mit den Kindern bei unseren syrischen Freunden zum arabischen Kaffee eingeladen und zum Essen wurde uns unter anderem Tabouli serviert.

Meine Freundin weiß inzwischen, dass ich es wirklich sehr gern esse und bereitet es mir zu diesen Anlässen gern zu 🙂

Das syrische Tabouli unterscheidet sich von den Tabouleh-Rezepten, die ich selbst bisher kannte. Es wird ebenfalls mit Bulgur (oder Couscous) zubereitet, aber in einem ganz anderen Verhältnis – das syrische Tabouli ist eher ein Salat, weil hier die glatte Petersilie und nicht Bulgur die Hauptzutat ist.

Weil ich es so gern esse und es eine vegane Speise ist, möchte ich heute mit Euch ein Tabouli-Rezept teilen.

Syrische Rezepte online

Ich habe in dem Zusammenhang auch eine tolle Seite mit typisch-syrischen Rezepten entdeckt: www.syriancooking.com von Ghinwa Alameen. Die Rezepte sind natürlich nicht alle vegan, aber lassen sich teilweise auch super veganisieren…

Ein zusätzliches Gimmick auf der Website: Ghinwa hat eine Vokabelliste zusammen gestellt. Falls Ihr Euch für die syrisch-arabischen Sprache interessiert, könnt Ihr hier eine Übersicht herunterladen (Englisch).

Ich habe bei meinen Freunden auch schon ein paar arabische Worte aufgeschnappt. Es gibt immer viel Gelächter, wenn ich versuche arabisch zu sprechen. Als Deutsche muss ich eine sehr lustige Aussprache haben 😉

Aber zurück zum Tabouli!

Dieser Salat passt hervorragend in den Sommer: er schmeckt schön frisch und leicht nach Zitrus und dank der frischen Zutaten ist Tabouli auch wirklich extrem gesund!

Eine wichtige Maxime für die gesunde, vegane Ernährungsweise ist nicht umsonst: „Get your Greens in!“, auf gut deutsch: „Esst Euer Grünzeug!“ In Grünzeug sind einfach unglaublich viele gute, gesunde Sachen drin, so auch in Petersilie.

Mit 10g Petersilie deckt Ihr bereits Euren gesamten Vitamin-K-Bedarf für den Tag!

Beim Tabouli könnt Ihr also mal so richtig zuschlagen. Wer mag, kann auch das verwendete Öl und Salz noch weiter reduzieren.

Nun zum Rezept

Ich muss dazu sagen, dass bei den syrischen Rezepten eher mit Augenmaß gearbeitet wird. Deshalb sind die Zutaten nicht so genau abgemessen, wie Ihr das vielleicht von deutschen Rezepten kennt. Ich habe das versucht in unsere Einheiten „umzurechnen“ und zu Hause selbst einmal testweise Tabouli zubereitet. Es schmeckt wirklich super! Probiert das Rezept also unbedingt mal aus!

Die Zutaten für zwei Personen:

2 große Bund glatte Petersilie

eine kleine Hand voll Tomaten

50 g Bulgur

2-3 Frühlingszwiebeln

2-3 EL gutes (!) Olivenöl

Saft einer frisch ausgepressten halben Zitrone

Salz

Dies sind die Basiszutaten. Ihr könnt auch noch Minze, Pfeffer und Paprika für etwas mehr Würze dazu geben.

Die Zubereitung

Das Rezept ist wirklich super easy! Zunächst setzt Ihr den Bulgur an. Dafür gebt Ihr den Bulgur in eine Schüssel und handwarmes Wasser dazu, so dass der Bulgur damit bedeckt ist. Lasst den Bulgur mindestens 20 Minuten ziehen.

In der Zwischenzeit wascht Ihr die Petersilie und zupft die Blätter ab. Dann hackt die Petersilie und die Frühlingszwiebeln möglichst fein. Bei meinem ersten Versuch, war die Petersilie noch zu grob. Da haben einige der Verkoster gemeckert. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Nach 20 Minuten den Bulgur in ein Sieb geben und abtropfen lassen und auch noch die letzte Flüssigkeit etwas auspressen, damit der Salat anschließend nicht zu wässrig wird.

Dann alle Zutaten (bis auf das Salz!) miteinander vermischen. Wenn Ihr den Salat erst später servieren wollt, stellt ihn in den Kühlschrank. Das Salz darf man erst direkt vor dem Servieren dazu geben, weil sonst zu viel Flüssigkeit aus den Zutaten austritt und der Salat matschig wird.

Mein Probe-Tabouli gab es zum Picknick am Badesee. Ich habe einfach jedem den Salzstreuer in die Hand gedrückt und er konnte selbst würzen. Wie Ihr auf dem Bild seht, hatte ich noch nicht das richtige Verhältnis Petersilie zu Bulgur. Eigentlich müsste das Grün überwiegen wie bei einem grünen Salat eben, aber was soll’s. Geschmeckt hat es trotzdem 🙂 Das habe ich in diesem Rezept angepasst.

selbst gemachtes Tabouli

Ihr könntet übrigens auch eine roh-vegane Version machen – mit fein geschnittenem Blumenkohl statt Bulgur oder auch eine glutenfreie Variante indem Ihr den Bulgur durch Quinoa ersetzt (Quinoa aber bitte kochen).

Und der Nachtisch?

Als Nachtisch oder einfach so kann ich Euch noch etwas empfehlen: Wir hatten zu unserem letzten Treffen eine Wassermelone mitgebracht und unsere Freunde haben einen Teil davon mit Eiswürfeln und Zucker in einen Mixer gegeben und daraus einen tollen, kühlen Melonendrink gezaubert. Genau das richtige für warme Sommernächte!

Den Melonensmoothie habe ich in der Zwischenzeit auch schon ein paar Mal zu Hause nachgemacht – Ihr merkt, die Familienküche profitiert von meinen syrischen Freunden 😉 – und es ist wirklich super lecker und einfach. Den Zucker könnt Ihr natürlich auch ohne Probleme weg lassen.

Soviel von mir für heute. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen! Genießt die heißen Sommertage!

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.