Kopfschmerzen ohne SchmerzmittelIch habe mir vorgenommen, keine Schmerzmittel mehr zu nehmen, wenn ich Kopfschmerzen bekomme. Jetzt liegen fast zwei Monate ohne Schmerzmittel hinter mir und ich hatte in dieser Zeit mehrmals Kopfschmerzen, auch mal über einen längeren Zeitraum wegen eines grippalen Infekts. Ich überstand alles gut ohne Schmerzmittel. Natürlich fühlte ich mich nicht super, aber ich habe mich auch nicht übermäßig gequält. Es hat mich sehr gestärkt, diese Zeit ohne Schmerzmittel überstanden zu haben. Entsprechend zuversichtlich schaue ich in die Zukunft, was das anbelangt.

Dieses bewusste Erleben der Kopfschmerzen hat auch dazu geführt, dass ich meiner Ernährung wieder mehr Aufmerksamkeit schenke, überhaupt, dass ich achtsamer mit mir umgehe. Ich möchte keine Schmerzen mehr und deshalb werde ich jetzt aktiv und schau mir die Ursachen genauer an.

Solange ich Schmerzmittel genommen habe, brauchte ich mir über die Ursachen keine Gedanken machen. Sobald sich Kopfschmerzen ankündigten, habe ich ein paar Tabletten eingeworfen. Ich bin sehr froh, dass mein Magen angefangen hat, gegen die Schmerzmittel zu rebellieren, und ich jetzt diesen Schritt gehe und mich nicht mehr mit den Tabletten aus der Verantwortung meinem Körper gegenüber stehlen kann.

Ich bin nicht die Einzige, die es ohne Schmerzmittel versucht

Nach meinem letzten Artikel erhielt ich viele hilfreiche Kommentare und mich haben auch viele Leute angesprochen, denen es ähnlich geht, deshalb teile ich gern die Erfahrungen, die ich in der kurzen Zeit ohne Schmerzmittel schon gemacht habe. Ich möchte dir erzählen, was mir dabei geholfen hat, diese Zeit gut zu überstehen.

Zur Erklärung: bei mir kommen die Kopfschmerzen meist erst im Laufe des Tages und erreichen dann abends ihren Höhepunkt. Dann „quäle“ ich mich eine Nacht und am nächsten Morgen verschwinden die Schmerzen langsam wieder. Es ist eher selten, dass ich mehrere Tage hintereinander Kopfschmerzen habe. Ich spreche hier wirklich nur von meinen persönlichen Erfahrungen. Auch wenn sich dein Kopfschmerz vielleicht von meinem unterscheidet, so helfen dir meine Tipps vielleicht trotzdem weiter.

Die Schmerzen kommen

Wenn die Schmerzen im Anmarsch sind, hast du vielleicht noch die Chance, sie abzuwenden. Ich trinke zwei große Gläser Wasser und was mir jetzt nach einem Tipp meiner Freundin Claudia schon geholfen hat, sind die Schüssler Salze Nummer 7. Dieses homöopathische Mittel enthält Magnesium phosphoricum. Ich nehme es seit ein paar Tagen täglich zur Vorbeugung von Verspannungen und habe es auch schon einmal mit der „Heißen 7“ geschafft, drohende Kopfschmerzen abzuwenden. Dazu löst man 10 dieser Tabletten in heißem Wasser auf und trinkt die Flüssigkeit möglichst heiß in kleinen Schlucken.

Diese Schüssler-Salze gibt es auch in laktosefreier (und damit meines Erachtens auch veganer) Form als Globuli. Die normalen Tabletten enthalten Milchzucker und sind damit nicht vegan, während Globuli in der Regel aus Saccharose hergestellt werden.  Frag am besten in deiner Apotheke mal nach.

Wenn also bei dir Verspannungen Ursache für die Kopfschmerzen sind, dann kannst du, wenn es akut wird, es mal damit versuchen. Ein Wärmekissen oder Wärmepflaster auf die verspannten Stellen wirkt auch oft schon Wunder. Liegt es am niedrigen Blutdruck, kannst du es auch mit einer Dosis Koffein (einer Tasse grünem Tee beispielsweise) probieren.

Aber bleiben wir realistisch: Kopfschmerzen lassen sich nicht immer verhindern, bei mir jedenfalls nicht.

Was du tun kannst, statt zum Schmerzmittel zu greifen

Zunächst bitte deine Familie um Rücksicht. Gerade mit (kleinen) Kindern ist das nicht immer leicht. Ich spreche auch mit meinen Kindern offen über meine Schmerzen und selbst mein Jüngster (2 Jahre) zeigt dafür schon Verständnis. Sag, wenn es irgendwie möglich ist, Termine ab, um Zeit für dich zu haben. Ich schaff das auch nicht immer, aber seit ich offener mit dem Thema Kopfschmerzen umgehe, bin ich überrascht, wie viel Leute Verständnis haben oder sogar selbst unter Kopfschmerzen leiden. So ein Unwohlsein wird gerade in der Arbeitswelt gerne tot geschwiegen, damit es nicht als Schwäche ausgelegt werden kann. Umso wichtiger ist es, dieses Thema mal offen anzusprechen!

Den nächsten Tipp wirst du höchstwahrscheinlich schon kennen: lege dich in einen dunklen, kühlen und gut durchlüfteten Raum.

Wenn ich Glück habe, schlafe ich schnell ein und wache am nächsten Morgen ohne Kopfschmerzen wieder auf, aber das ist höchst selten. Normalerweise habe ich eine Nacht im halbwachen Zustand vor mir, mit Übelkeit und eben Schmerzen.

Ich stelle mir viel Wasser bereit, so dass ich nachts viel trinken kann. Ich muss dann zwar auch öfter auf Toilette (und jedes Aufstehen und Bewegen tut weh), aber ich habe gemerkt, dass mein Körper dann wirklich nach Wasser verlangt. Früher dachte ich immer, dass dieser Durst und der trockene Mund eine Nebenwirkung der Tabletten sind, aber jetzt ist mir klar, dass ich offensichtlich im Vorfeld so wenig getrunken haben muss, dass die Kopfschmerzen ein Hilferuf meines Körpers sind, weil er kurz vor dem Verdursten ist.

Wie gehe ich nun aber mit dem Schmerz um? Es ist ja nicht sehr schön, im Dunkeln zu liegen und immer nur diesen pochenden Schmerz zu fühlen, stundenlang. Ich versuche, als erstes, innerlich zu entspannen und nicht gegen den Schmerz zu kämpfen. Je mehr du dich verkrampfst, desto schmerzhafter wird es. Diese Erfahrung habe ich aus den Geburten meiner Kinder mitgenommen. Nimm den Schmerz an. Das geht gut, wenn du einfach in den Schmerz atmest. Ich konzentriere mich auf meinen Atem und mache mir bewusst, dass ich nicht der Schmerz bin. Es ist „nur“ ein Teil meines Körpers, der vom Schmerz betroffen ist. Mir hat auch geholfen, mich auf andere Körperstellen zu konzentrieren, die nicht schmerzen, die Füße zum Beispiel.

Versuche vor allem, keine Panik zu bekommen. So ging es mir früher manchmal, wenn ich das Gefühl hatte, die Schmerztabletten wirken nicht. Mach dir klar, die Kopfschmerzen sind ein Signal deines Körpers an dich. Sie werden wieder verschwinden. Ich selbst habe jetzt schon mehrmals erlebt, dass die Kopfschmerzen von einem Moment auf den Anderen weg waren, wie durch Zauberhand. Ich habe eine ganze Weile dagelegen und geatmet und schwups waren die Schmerzen ganz plötzlich weg. Irgendwie scheint mein Körper gedacht zu haben, jetzt hat sie es kapiert 😉

Abschließend möchte ich dich motivieren, die Kopfschmerzen zum Anlass zu nehmen, die Dinge in deinem Leben zu ändern, die vermutlich zu den Kopfschmerzen führen. Ich konzentriere mich jetzt wieder darauf, gesünder zu essen und vor allem genug und regelmäßig. Deshalb habe ich ein Ernährungstagebuch gestartet. Ich achte darauf, viel zu trinken und ich gönne mir täglich kurze Entspannungspausen. Die müssen ja nicht lang sein: einfach mal ein paar Minuten an der frischen Luft, das Gesicht in die Sonne halten und tief durchatmen. Das kann schon viel bewirken. Und ich versuche, bewusster mit meinem Körper umzugehen, bewusst in meinem Körper zu sein, nicht immer nur mit den Gedanken irgendwo. Das ist ja etwas, das man während der Kopfschmerzen sehr gut üben kann.

Ich hoffe, dass dieser Artikel dir weiterhilft. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, denn ich habe das Gefühl, dass mich das Annehmen der Kopfschmerzen wirklich weiter gebracht hat! Ich habe jetzt keine Angst mehr vor den Schmerzen und kann damit jetzt schon viel entspannter umgehen.

Wie immer bin ich sehr interessiert an deinen Erfahrungen. Schreibe mir doch einfach in die Kommentare, was Kopfschmerzen für dich bedeuten und wie du mit ihnen umgehst.

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.