Matcha LoveKaffee scheint immer noch der absolute Renner in deutschen Cafés zu sein, aber trotzdem möchte ich dir heute einmal ein anderes Getränk ans Herz legen: Matcha! Dieses Teegetränk ist super gesund und hat wie Kaffee eine anregende Wirkung, die auch noch länger anhält. Und er verfügt über ein paar weitere geradezu magische Fähigkeiten 🙂 Darüber erzähle ich dir gleich noch mehr.

Warum wir nur noch selten Kaffee trinken

Ole und ich haben jahrelang Kaffee getrunken: meist Filterkaffee und so eine Pad-Maschine hatten wir auch mal. Du kennst das vielleicht: Kaffee zum Frühstück, Kaffee nach dem Mittag, um wieder arbeitsfähig zu werden und dann noch einen Kaffee am Nachmittag, um sich mal kurz zu entspannen. So ungefähr lief das bei uns.

Jetzt sind wir seit ein-zwei Jahren auf Matcha umgestiegen. Ich hatte wiederholt von den gesundheitlichen Vorteilen von Matcha gelesen. Hinzu kam, dass Kaffee zwar anregend wirkte, aber ich mich danach meist irgendwie schlecht gefühlt habe: es gab ein kurzes Energiehoch und dann wurde ich fahrig und nervös. Mit Matcha, so hatte ich gelesen, passiert das nicht. Denn das Koffein in Matcha wird viel langsamer abgegeben. Die Wirkung tritt erst später ein als bei Kaffee, hält aber auch länger vor. Es gibt nicht das Energie-Loch nach dem Energie-Hoch. Und das kann ich nur bestätigen.

Was ist denn Matcha überhaupt?

Matcha ist grüner Tee. Die grünen Teeblätter wurden getrocknet und gemahlen. So entstand das ganz feine grüne Pulver, das sich Matcha nennt. Wenn es dir nur darum geht, wachzubleiben, könntest du also auch einfach grünen Tee trinken. Der Vorteil von Matcha allerdings ist, dass du die Teeblätter direkt mitkonsumierst, also wirklich alle wertvollen Inhaltsstoffe aufnehmen kannst, und nicht nur das, was in das heiße Wasser übergegangen ist.

Und die Inhaltsstoffe dieser grünen Teeblätter haben bombastische Effekte auf deine Gesundheit. Hier zwei Beispiele:

Grüner Tee gegen Karies

Grüner Tee trägt sehr gut zur Zahngesundheit bei, denn er hat Mikroben hemmende Eigenschaften. Wenn du täglich mit grünem Tee den Mund spülst, bekämpfst du effektiv Kariesbakterien (hier). Forscher haben den Test gemacht und festgestellt, dass eine Mundspülung aus grünem Tee sogar effektiver als Chlorhexidin ist (hier). Mehr dazu im Video ab Minute 2:20 (mit deutschen Untertiteln).

Grüner Tee gegen Brustkrebs

Wenn du regelmäßig grünen Tee trinkst, kannst du das Risiko an (Brust-)Krebs zu erkranken verringern (hier). Dies ist womöglich einer der Gründe, warum insbesondere asiatische Frauen seltener unter Brustkrebs leiden als europäische (hier). Das hat Wissenschaftler dazu veranlasst, im Labor Krebszellen in einer Petrischale mit grünem Tee zu beträufeln. Die Wirkung des Tees war erstaunlich!

Genauer erklärt es dir Dr. Greger in folgendem kurzen Video (mit deutschen Untertiteln):

Kurz gefasst: Grüntee hilft dabei, die Wirkung von Karzinogenen (zum Beispiel aus der Ernährung) zu verringern. Er schützt also effektiv vor krebserregenden Stoffen aus der Umwelt und hilft auch noch, das Wachstum von Krebszellen zu verlangsamen. Getestet wurde dies insbesondere an Brustkrebszellen (hier).

Was du beim Kauf beachten solltet

Wir bevorzugen Bio-Matcha aus Japan, weil wir gehört haben, dass in China die Teeblätter vor dem Mahlen zu sehr erhitzt und damit die Inhaltsstoffe im Tee zerstört werden, ob das tatsächlich bei jedem Matcha aus China der Fall sein wird, stelle ich mal in Frage. Am besten, du achtest vor allem auf Qualität (das Pulver sollte gut in einem Behälter verschlossen sein, damit es nicht oxidiert und so seine richtig grüne Farbe behält) und Bio-Ware. Wir kaufen immer diese Sorte hier, weil die uns recht preisgünstig erscheint. Vergleiche einfach mal! Klar! Matcha ist schon teuer, aber man braucht im Gegensatz zu Kaffee eine viel geringere Menge pro Tasse – etwa ein Viertel Teelöffel nehme ich für ein Glas Matchatee. Also reicht eine Packung schon einige Wochen für Ole und mich.

Wie wir Matcha am liebsten trinken

Ganz simpel: Wasser auf maximal (!) 80 Grad erhitzen, einen viertel Teelöffel Matcha in ein hohes Glas geben und zunächst mit 50-100ml heißem Wasser aufgießen. Dann kräftig umrühren, bis sich der Tee wirlich aufgelöst hat. Wer keinen Matchabesen hat, kann einfach einen kleinen Schneebesen oder eine Gabel nehmen. Wir sehen das nicht so eng.;-) Dann den Rest des Wasser dazugeben.

Wer mag, kann noch mit Ahornsirup oder Agavendicksaft süßen. Traditionell wird Matcha aber nicht gesüßt.

Für einen Matcha Latte (lecker!) nur 100 ml Wasser zugießen und dann 200ml Soyamilch (oder andere Geschmacksrichtung – Vanille ist auch super) aufschäumen und drüber gießen. Mit Agavendicksaft oder Ahornsirup verfeinern, wenn du magst. Zimt und/oder Vanille drauf streuen oder gleich einen Vanille-Pflanzendrink nehmen.

Du kannst das Matchapulver auch einfach mit in einen Smoothie geben oder auf ein Müsli streuen.

Noch ein paar Empfehlungen von mir: Trinke grünen Tee und Matcha nicht zu den Mahlzeiten, denn Grüntee hemmt die Eisenaufnahme und nach 15 Uhr trinke ich keinen Matcha mehr, weil ich dann abends, wenn ich eigentlich schlafen gehen will, noch hellwach bin.

Ich will mit diesem Artikel den guten alten Kaffee natürlich nicht total mies machen. Ich trinke selbst ab und zu mal einen, vor allem, wenn ich Gäste zu Hause habe oder bei Freunden bin, trinke ich gern mal einen Kaffee mit. Im Alltag aber steht Matcha jetzt bei mir ganz oben 🙂

Wie ist es mit dir? Hast du Matcha schon einmal probiert? Wie trinkst du Matcha am liebsten? Welche Sorte kannst du empfehlen? Oder geht bei dir nichts über Kaffee? Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren mehr erzählst 🙂

 

 

 

 

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.