KopfschmerzenKopfschmerzen – ich glaube, ich werde sie nie los! Scheint als müsste ich mich damit abfinden, dass sie zu meinem Leben dazu gehören. Sie kommen, wenn ich zu wenig Wasser trinke, wenn das Wetter sich ändert, weil ich Stress habe oder Verspannungen vom intensiven Schreiben am Computer. Kopfschmerzen gehören seit ich denken kann zu meinem Leben dazu. Ich bin dafür wohl einfach anfällig und sicher nicht die Einzige, der es so geht.

So lange nehme ich schon diese Tabletten!

Schon als Teenager habe ich mir angewöhnt, mir schnell ein paar Tabletten einzuwerfen, sobald sich die Kopfschmerzen ankündigten und so halte ich es nun schon seit über zwanzig Jahren. Jetzt bin ich 35 und bin darauf eingestellt, dass ich so 2-3 mal im Monat Kopfschmerzen bekommen werde.

Es ist für mich völlig normal, regelmäßig in die Apotheke zu gehen und mir eine neue Packung Paracetamol zu besorgen. Die Kosten ja auch so gut wie nichts.

Was ich alles schon versucht habe, um die Kopfschmerzen loszuwerden.

Klar, ich habe auch schon einiges dagegen getan, dass ich überhaupt Kopfschmerzen bekomme: ich versuche darauf zu achten, genug zu trinken. Ich habe ein Wärmekissen und Wärmepflaster für meinen Nacken und ich versuche auf eine gute, regelmäßige Ernährung zu achten. Aber ich bin leider nicht so diszipliniert wie Ole – ich bin dann eben doch der Chaostyp und in Verbindung mit den drei Kindern vergesse ich schnell, was ich mir vorgenommen habe und wenn ich dann noch am Computer sitze und mich das Schreiben fesselt, ist es sowieso aus. Dann merke ich erst, dass ich seit Stunden weder getrunken noch gegessen habe, wenn es quasi schon zu spät ist.

So hatte ich mich schon irgendwie damit abgefunden, dass die Schmerztabletten zu meinem Leben einfach dazu gehören und ich war immer sehr froh, dass ich diese Tabletten hatte, denn Kopfschmerzen sind echt fies, vor allem, wenn man als Mama eigentlich rund um die Uhr funktionieren muss.

Und jetzt streikt der Magen

Vor zwei Wochen dann hatte ich ein Problem mit meinem Magen – ich vermute, es war eine Gastritis, eine Entzündung der Magenschleimhaut. Da ich nicht beim Arzt war, kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen. Vielleicht war es ja auch nur ein Magen-Darm-Virus. Aber dennoch hat es mich zum Nachdenken gebracht. Denn ein typischer Grund für eine Gastritis (Magenentzündung) ist die regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten und natürlich ist mir schon länger klar, dass Schmerztabletten ganz, ganz schlecht für die Verdauungsorgane sind. Aber das habe ich natürlich verdrängt, damit ich einfach so weitermachen kann wie bisher. Erst jetzt, wo es mir wirklich mal schlecht ging, habe ich einen Eindruck davon bekommen, was mir blühen könnte, wenn ich weiterhin so achtlos auf Schmerztabletten zurückgreife.

Heute bin ich wieder fit, keine Magenprobleme mehr, aber mir wurde klar, ich muss endlich mal was gegen die Tabletten tun!

Haben die Kopfschmerzen eine tiefere Bedeutung?

Ich habe darüber nachgedacht, was diese Kopfschmerzen eigentlich für mich und mein Leben bedeuten: bisher habe ich sie nur als lästig und eben schmerzhaft empfunden. Ich wollte alles tun, nur um diese Schmerzen nicht aushalten zu müssen. Für Schmerzen habe ich eigentlich in meinem Alltag keine Zeit!

Und das ist wahrscheinlich genau der Grund, warum die Kopfschmerzen immer wiederkehren: Die Kopfschmerzen zwingen mich dazu, mal den Ausschalter zu drücken. Ich kann dann nicht an den Computer gehen, keine Musik hören, mit anderen Leuten sprechen oder laufen oder Fahrrad fahren, geschweige denn mit meinen Kindern toben – alles verursacht dann nur noch mehr Schmerzen und Übelkeit. Eigentlich hilft in solchen Momenten nur, ruhig in einem gut belüfteten, dunklen Zimmer liegen und gleichmäßig atmen, um die Schmerzen erträglich zu halten.

Wie selten aber habe ich solche Momente der Ruhe, wenn ich mal keine Kopfschmerzen habe?! Im Alltag ist mein Kopf IMMER beschäftigt, nur wenn ich Kopfschmerzen habe, die so stark sind, dass ich nicht mal „denken“ kann, bekommt mein Gehirn auch mal eine Pause. Insofern verstehe ich, dass da irgendetwas in mir einfach mal eine Auszeit fordert…

Ich darf meinen Körper nicht länger ignorieren

Wenn ich mir aber Tabletten einschmeiße, renne ich einfach weiter durch den Tag, ohne Rücksicht auf mich. Ich drücke diesen „Hilferuf“ des Körpers einfach weg, ohne weiter darüber nachzudenken. Das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Deshalb habe ich mir jetzt vorgenommen, keine Tabletten mehr zu nehmen und die Kopfschmerzen schlimmstenfalls einfach auszuhalten. Ich hoffe, dass ich so einfach bewusster mit meinem Körper werde. Ich möchte die Signale meines Körpers gern respektieren und versuchen, auch entsprechend darauf zu reagieren.

Was ich jetzt mache, wenn die Kopfschmerzen kommen

Klar, werdet Ihr jetzt denken, das sagt sie jetzt, aber erstmal abwarten, was passiert, wenn sie mal wieder Kopfschmerzen hat! Nun, ich habe schon zwei Kopfschmerzattacken ohne Schmerztabletten hinter mir und ich muss sagen, es hat mich darin bestärkt und ich bin auch ein bisschen stolz, dass ich den Mut dazu hatte, auf die Tabletten zu verzichten.

Sobald ich spüre, dass die Schmerzen im Anmarsch sind, trinke ich zwei Gläser Wasser. Durch meine Erfahrungen, die ich in der 30-Tage-Wasser-Challenge gemacht habe, weiß ich, dass es helfen kann, wenn ich beim ersten Anflug von Kopfschmerzen ein größere Menge Wasser trinke. Falls ich spüre, dass mir auf Grund von Verspannungen Kopfschmerzen drohen, versuche ich die Muskeln mit Wärme (Kirschkernkissen) zu lockern. Leider helfen diese Sofortmaßnahmen nicht immer und dann muss ich wohl durch die Schmerzen durch.

Meine Erfahrungen damit

Beim ersten Mal mit Kopfschmerzen konnte ich relativ zeitig mit den Kindern ins Bett gehen. Ich habe dann nicht sehr gut schlafen können wegen der Schmerzen. Da ich mich die ganze Nacht durch sehr ausgetrocknet gefühlt habe, habe ich immer wieder Wasser getrunken und war entsprechend oft auf Toilette, aber am nächsten Morgen waren die Schmerzen weg. Es ist so ein gutes Gefühl gewesen, ohne Schmerzen aufzuwachen. Meine größte Angst ist nämlich immer, dass die Schmerzen länger andauern.

Was mir sehr bei der Bewältigung der Schmerzen hilft, ist das Atmen. Ich atme in den Schmerz hinein und versuche ihn nicht wegzudrücken. Ich versuche den Schmerz anzunehmen und wehre mich nicht dagegen. Das ist schwer erklärbar, aber mit der richtigen Atemtechnik, kann man Schmerzen um Einiges erträglicher machen. Das habe ich schon bei den Geburten meiner Kinder eindrucksvoll erfahren können (dieses Buch kann ich zu dem Thema schmerzfreie Geburt nur empfehlen!).

Beim zweiten Mal Kopfschmerzen war ich ausgerechnet mit meiner Schwester am Abend verabredet und das wollte ich wirklich nicht sausen lassen, weil ich mich schon so darauf gefreut hatte. Also habe ich mal wieder meinen Körper missachtet und den Abend bei meiner Schwester durchgezogen. Wir haben nichts Verrücktes gemacht, nur gemeinsam eine Serie gesehen und gequatscht. Ich bin einfach froh, wenn ich mal einen Abend außer Haus habe 🙂 Da sich die Kopfschmerzen schon am Nachmittag ankündigten, habe ich den Wassertrick versucht und dann noch Kaffee getrunken und später nochmal Cola, in der Hoffnung, dass mir das Koffein gegen die Kopfschmerzen hilft, aber dem war nicht so. Es war, trotz der Schmerzen, ein sehr schöner Abend, und ich bin dann später ziemlich fertig ins Bett gefallen und habe wieder viel Wasser über die Nacht getrunken, so dass die Schmerzen am nächsten Morgen so gut wie weg waren. Im Grunde habe ich an diesem Abend wieder die Wünsche meines Körpers nach Ruhe missachtet, aber ich habe ihn immerhin nicht noch zusätzlich mit einem Schmerzmittel gequält: ein Kompromiss sozusagen…

Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit meinem Leben ohne Schmerztabletten und ich werde Euch gern auf dem Laufenden halten.

Bist Du auch Kopfschmerz geplagt? Was hilft Dir, wenn Du Schmerzen hast? Hast Du vielleicht Tipps, wie man auf natürlichem Weg etwas gegen Kopfschmerzen tun kann? Ich bin sehr gespannt, auf Deine Erfahrungen. Schreib sie mir gern in die Kommentare 🙂

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.