Sina Loves PinterestIch bin so furchtbar neugierig und schnell zu begeistern, dass ich gern von einer Idee mitgerissen werde und weiter und weiter nachforschen muss. Da bin ich sicher nicht die Einzige ;-) Wir Menschen sind so kreativ und im Internet sind einfach die herrlichsten, spannendsten Dinge zu finden! Ich möchte so gern diesen Hort der Ideen, nutzen, um selbst produktiver und kreativer zu werden. Deshalb gehört für mich Pinterest zu meinen Lieblingsapps.

Was ist Pinterest?

Nicht alle kennen Pinterest. Also hier eine kurze Erklärung: der Name Pinterest sagt es schon. Du kannst interessante Dinge, die du online gefunden hast, an deine Pinnwand pinnen. Genauer gesagt, nicht nur EINE Pinnwand. Du kannst dir so viele Pinnwände (Pin Boards) erstellen, wie Du willst, zu den unterschiedlichsten Interessengebieten. Ich habe schon für meinen Artikel zum Thema Hauskauf und zum Artikel über eine abwechslungsreiche schwarze Garderobe Pin Boards eingerichtet, dann natürlich noch für vegane Rezepte und Ideen, die ich mit meinen Kindern umsetzen will. Wenn du dir das genauer ansehen möchtest, folge mir einfach auf Pinterest. Das Tolle: Pinterest gibt dir täglich, stündlich, minütlich neue Anregungen, indem es dir themenverwandte neue Pins anzeigt.

Erliege ich der Sammelleidenschaft?

Und genau hier liegt auch die Gefahr: Du kannst leicht in eine, ich nenn es mal Traumwelt geraten, in der du dir vorstellst, was du alles machen KÖNNTEST. Weil immer wieder neue Pins und Ideen auftauchen, die genauso spannend sind, kannst du dich nie entscheiden und ergötzt dich einfach nur an den schönen Pins. Ich kenne das von meinen Kochbüchern: immer mehr habe ich gekauft, nur um in ihnen zu blättern und zu staunen, wie toll das Essen darin ist, und mir vorzustellen, wie ich meine Gäste damit überrasche, aber tatsächlich gekocht habe ich vielleicht ein Zehntel der Rezepte und trotzdem habe ich bald wieder ein neues Buch gekauft, einfach weil es sooo schön war, darin zu blättern und zu träumen… Ich bin sicher, du kennst das in irgendeiner Form auch.

Deshalb ist es mir so wichtig, eine Strategie für die Nutzung von Pinterest zu haben, um die Ideen, die ich auf Pinterest entdecke, auch wirklich selbst umzusetzen. Vielleicht inspiriert es dich ja auch dazu, Pinterest noch aktiver zu nutzen.

Such dir regelmäßig Projekte raus!

Beispielsweise gibt es zahlreiche tolle Artikel, in denen Experimente, Spiele und Bastelanleitungen für Kinder vorgestellt werden. Die sammle ich in einem PinBoard. Aber sie nur zu sammeln, reicht natürlich nicht. Also suche ich mir nun zu Beginn eines jeden Monats, ein paar mögliche Projekte heraus, die mir besonders gut gefallen oder die auch besonders gut in die jetzige Jahreszeit passen und stelle schon das dafür nötige Zubehör bereit. Ich will meinen Kinder nicht alles vorgeben, aber so kann ich, falls die Kinder wieder mal jammern, dass sie Langeweile haben, zumindest etwas vorschlagen.

Spann die Kinder mit ein!

Je größer die Kinder, desto mehr können sie sich auch selbst an der Ideensuche beteiligen. Erst am Wochenende hat meine Große (7) ein Cake-Pop-Video entdeckt und wir haben das gleich umgesetzt.

Auf Pinterest entdeckt: Cake-Pops

Cake-Pops, die meine Große mit Hilfe ihrer Tante gemacht hat, auf Pinterest entdeckt.

Gestern war die Große einen Tag zu Hause, weil sie Bauchschmerzen hatte. Die Bauchschmerzen verpufften ziemlich schnell als sie mit meiner Anleitung einen eigenen Loopschal stricken konnte, nur mit den Händen – eine Idee, die ich ebenfalls auf Pinterest entdeckt habe.

Auf Pinterest entdeckt: Stricken mit den Händen - genau das Richtige für Strickanfänger wie meine große Tochter.

Auf Pinterest entdeckt: Stricken mit den Händen – genau das Richtige für Strickanfänger wie meine große Tochter.

Kannst du Pinterest vielleicht für die Arbeit nutzen?

Ich bin Autorin und finde Pinterest toll für die Recherche, beispielsweise als Basis für einen Blog-Artikel, den ich schreiben möchte oder auch für ein zukünftiges eBook. Ich interessiere mich gerade sehr für das Thema Lernen und habe auch dafür bereits ein Pin Board angelegt. Hier nehme ich mir regelmäßig die Zeit, tatsächlich die einzelnen gepinnten Artikel durchzulesen und die Informationen herauszufiltern. Pinterest ist in dieser Hinsicht ein super Einstieg in ein Thema, um mal zu schauen, was da gerade so aktuell im Netz rumgeistert. Das ist ja nicht nur für Autoren und Blogger interessant, mir fallen noch andere Berufe ein, die von Pinterest profitieren können: Lehrer, Gärtner, Architekten, Modedesigner, Köche, Handwerker… Es gibt zu so gut wie allen Themen Ideen und Anregungen! Also schau mal, ob du auch beruflich von Pinterest profitieren kannst.

Wie du ein neues Projekt anpackst

Wichtig ist, nicht immer nur zu sammeln und zu konsumieren: als ich gerade in der Näh-Phase war (ist schon ’ne Weile her), habe ich mir hunderte Nähvideos (auf YouTube) angesehen und konnte mich einfach nicht entscheiden, was ich selbst nähen will. So blieb ich stundenlang vor dem Computer, ohne selbst einmal die Nähmaschine rauszuholen. Das Gleiche kann dir mit Pinterest passieren: es ist irgendwie schon befriedigend, die ganzen Ideen zu pinnen. Man pinnt und pinnt, ohne sich tatsächlich die dahinter stehenden Artikel anzuschauen und umzusetzen. Oft ist man auch ein bisschen  überwältigt von dem, was man alles machen KÖNNTE, gerade, wenn man ein Anfänger auf dem Gebiet ist.

Wenn du auch so eine Idee hast, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst, mach mal das Handy/den Computer aus und überlege in Ruhe, was dich an der Idee so begeistert und was du dir vorstellen könntest, für dich persönlich umzusetzen. Fang mit einem kleinen Projekt an, wofür du möglichst nichts Neues kaufen musst. Teste die Idee selbst aus mit einem Einsteiger-Projekt und schau dann, ob  es wirklich etwas für dich ist. Mit diesen festen Kriterien findest Du viel schneller ein Projekt auf Pinterest und musst nicht ewig herumsuchen. Vielleicht setzt du dir noch eine begrenzte Zeit (z.B. 30 Minuten) für die Suche auf Pinterest und sagst, dass du aus den ersten zehn Projekten, die dir begegnen eins aussuchen musst. So stellst du sicher, dass du auch mal zur Tat schreitest und nicht nur sammelst.

Geheime Pinnwände sind auch cool

Meine Schwester und ich haben mittlerweile auch eine geheime Pinnwand eingerichtet, um gegenseitig tolle Ideen und Bilder zu teilen. Sie wird bald in eine neue Wohnung ziehen und ich kann ihr auf diesem Board zeigen, was für Wohnstile ich toll finde. Außerdem hat sie auch kleine Kinder und so können wir gemeinsame Projekte für unsere Bastelnachmittage finden. Du kannst beim Einrichten eines Pinboards ganz einfach das Board auf „geheim halten“ stellen und dann selbst entscheiden, wem von Deinen Freunden Du Zugriff gewährst. Wenn du beispielsweise gemeinsam mit anderen eine Hochzeit oder andere Feier organisiert, könntet ihr dieses Board nutzen, um Ideen auszutauschen. Oder, wie oben beschrieben, wenn du Pinterest für die Arbeit nutzt, könntest du mit Kollegen Ideen austauschen.

Mach mal Pause!

Wie bei allen Medien, rate ich dir, die App nur zu bestimmten festgelegten Zeiten zu nutzen. Auch ich bin schon ab und zu dem Drang erlegen, einfach aus Langeweile bei Pinterest rumzustöbern. Ich finde das noch tausendmal besser als Facebook, weil mir auf Pinterest bisher nur positive, konstruktive, praktische Hinweise begegnet sind, aber trotzdem bleibt es eine rein virtuelle Tätigkeit, wenn du nicht ab und zu mal etwas davon in die Tat umsetzt. Und wir sind nicht immer nur auf die Ideen von Anderen angewiesen – gerade während einer Medienkonsum-Auszeit wirst du merken, dass du selbst zu kreativem Schaffen fähig bist. 🙂

Habt Ihr selbst Tipps für die Nutzung von Pinterest? Gibt es Themen, denen Ihr besonders gern auf Pinterest folgt? Welche Ideen, die Ihr auf Pinterest entdeckt habt, konntet Ihr selbst schon erfolgreich umsetzen? Wie immer möchte ich gern mehr von Euch erfahren! Also schreibt mir gern in die Kommentare.

 

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.