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Kennst Du auch diese Leute, bei denen alles „flutscht“? Die nur so strotzen vor Energie und die scheinbar alles erreichen? Diese Menschen haben ein Geheimnis und auch Du kannst das erlernen.

Letzte Woche war ich zu einem Vortrag von Veit Lindau. Ich möchte mit Dir teilen, was ich daraus mitgenommen habe, da ich glaube, dass auch Du davon profitieren kannst.

Ein guter Freund empfahl mir diesen Vortrag, deshalb habe ich mich mal auf Veit Lindau eingelassen und fand seinen Stil recht angenehm, locker und entspannt. Es gab auch Einiges zum Lachen. Das Publikum hatte er auf jeden Fall in der Tasche 🙂

Veit Lindau bezeichnet sich selbst als Realizer, Teacher und Speaker und ist so etwas wie ein Lebensberater. Wie gesagt, den Vortrag von ihm fand ich ganz schön und inspirierend. Mein Freund empfiehlt übrigens das Buch Seelengevögelt: Manifest für das Leben von ihm. Ich habe noch keins seiner Bücher gelesen, werde es aber mit auf meine Leseliste setzen, die einfach nur immer länger und länger wird, weil ich nie Zeit finde zum Lesen 🙂

In dem Vortrag ging es letztendlich darum, wie wir es schaffen können, unser Leben erfolgreicher zu gestalten, ohne uns dabei (noch) mehr anstrengen zu müssen. Ich finde den Gedanken total gut. Uns wird ja von jeher eingeimpft, je fleißiger wir sind, desto erfolgreicher werden wir oder je mehr wir malochen desto schneller werden wir reich.

Aber Du wirst, so wie ich, bestimmt bereits erkannt haben, dass das so im richtigen Leben meist gar nicht funktioniert: die Leute, die viel arbeiten, werden nicht automatisch reich.

Ganz abgesehen davon, ist mein persönliches Ziel nicht Reichtum (viel Geld), sondern die persönliche Erfüllung, aber auch dafür müssen wir uns anstrengen, oder? Irgendwie kennen wir das alle, wir mäkeln gern an uns herum. Das hat nicht immer mit Äußerlichkeiten zu tun (zu dick, zu dünn, zu alt), sondern auch damit, dass wir gern kreativer, produktiver oder effektiver wären. Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall sehr anspruchsvoll, was meine eigene Leistung betrifft (wie Du in meinem Blog vielleicht schon bemerkt hast) und viel zu oft gibt es Tage, von denen ich glaube, dass ich sie nicht gut genug für meinen Erfolg genutzt habe, dass ich mich hätte mehr anstrengen können.

Einer der Hauptratschläge, den Veit Lindau in seinem Vortrag gegeben hat – nimm Dir mal drei Monate frei: lass Dich selbst mal drei Monate in Ruhe. Gib Dir drei Monate Zeit, in denen Du nichts an Dir verändern musst. Urlaub vom Selbstverbesserungswahn, sozusagen. Klingt doch ganz gut, oder?

 

Es ist an der Zeit, mal Urlaub zu machen von dem Wahn, uns selbst zu optimieren. Klick um zu Tweeten

 

Ich gebe Veit Lindau hier vollkommen recht: ich bin im Grunde viel zu selbstkritisch. Wie oft habe ich schon gehört: „Vergib Dir selbst, akzeptiere Dich, wie Du bist.“, aber irgendwie fällt mir das extrem schwer. Ich habe Angst, dass ich, wenn ich mich so sein lasse wie ich bin, nur noch vor der Glotze hänge und die zehn Staffeln „Supernatural“ durchgucke. 🙂

Deshalb hat mich durchaus interessiert, zu erfahren, wie ich es schaffe, entspannt und ohne großen Druck zufrieden zu sein, mit dem was ich persönlich erreiche und trotzdem etwas zu erreichen, sogar über mich hinaus zu wachsen. Und Veit Lindau hat dafür drei ganz einfache Ideen:

Er sagte, dass wir erstens präsent sein müssen. Präsent ist im Grunde nur ein anderes Wort für Achtsamkeit, eines meiner Lieblingswörter! Aber was bedeutet das? Wir lassen uns im Alltag viel zu leicht ablenken. Ich zum Beispiel habe das Handy schon förmlich an meiner Hand festgetackert. Immer wieder piept es mich an und ich schaue nach, ob mir jemand auf Facebook geschrieben hat, ob es etwas Neues bei Bloglovin‘ zu lesen gibt und auch gedanklich schweife ich im Alltag immer wieder ab: was könnte ich als nächstes schreiben auf meinem Blog, welches YouTube Video könnte ich als nächstes machen oder dass ich endlich meinen nächsten Roman fertig stellen muss. Dabei vergesse ich viel zu oft, im Hier und Jetzt zu sein, wirklich in dem Augenblick zu sein, in dem ich gerade bin! Einfach zu atmen und zu sein und zu fühlen und zu hören, was gerade jetzt um mich herum und in mir geschieht.

Wie oft sind wir denn tatsächlich da, präsent im Hier und Jetzt? Klick um zu Tweeten

Das zu üben und sich immer wieder daran zu erinnern, ist wirklich nicht so leicht, wie es sich anhört. Veit Lindau schlug vor, dass man sich so etwas Wichtiges auf die Handflächen schreibt, eine gute Idee.

Ein anderer Vorschlag von mir wäre, Dir ein Armband umzubinden, das Dich daran erinnert, präsent zu bleiben, sobald Dein Blick darauf fällt.

Eine Idee aus dem Buddhismus ist es, alle 15 Minuten eine Glocke erklingen zu lassen, deren Ton Dich immer wieder in die Realität zurück holt. Du könntest zum Beispiel mit Hilfe einer App regelmäßig eine Klangschale erklingen lassen. Ich nutze dafür meine Meditations-App „Insight Timer„. Das könnte mit der Zeit natürlich auch echt nervig werden, ist aber wirklich eine gute Übung. Probier einfach mal aus, ob das für Dich funktioniert 😆.

Ich versuche auch, jeden Tag zu meditieren, seien es 10 Minuten oder mehrmals 10 Minuten. Das hilft mir, den Tag bewusster zu erleben. Ich verbringe möglichst jeden Tag etwas Zeit an der frischen Luft und natürlich ist es äußerst hilfreich, das Handy im Alltag einfach mal auszuschalten oder leise zu stellen!

Was war das zweite Geheimnis, das Veit Lindau nannte, um entspannt erfolgreich zu sein? Freundlichkeit! Das klingt so harmlos, aber, seien wir mal ehrlich, wie oft sind wir zu uns selbst unfreundlich und zu den Menschen, die wir lieben? Und wie ist es an den Tagen, an denen wir schlechte Laune haben?

Mir persönlich erscheint es unheimlich schwer, dann auch noch freundlich zu sein. Du kennst das sicherlich auch, aber irgendwie muss es funktionieren, vielleicht mit einer Prise Humor, wenn man sich einfach mal dafür auslacht, dass man nun schon wieder so verbissen in etwas drin steckt oder schon wieder die gleiche Sache gemacht hat, die man schon seit Jahren versucht zu vermeiden.

Bei mir wäre das zum Beispiel die Tatsache, dass ich süchtig nach bestimmten Serien bin und manche Abende stundenlang regungslos vor dem Laptop verbringe – eine schlimmere Zeitverschwendung gibt es eigentlich nicht. Immer wieder falle ich darauf herein und ärgere mich dann, aber vielleicht sollte man sich in solchen Momenten wohlwollend und freundlich die eigenen Schwächen eingestehen und auch mal Schwächen sein lassen. Na und? Dann bin ich halt ein Serienjunkie (zur Info: folgenden Serien bin ich im Laufe meines Lebens verfallen: Buffy, Gilmore Girls, True Blood und wie schon zugegeben: Supernatural). Wenn ich nur daran denke, wie viele Stunden, Tage, ja Wochen meines Lebens dafür drauf gegangen sind…

Versuch einfach mal, einen Tag lang allen Menschen, auch Dir selbst, mit Freundlichkeit zu begegnen. Du wirst feststellen, dass Du dafür die schon genannte Präsenz oder Achtsamkeit benötigst (sonst vergisst Du das mit der Freundlichkeit immer wieder) und Dir begegnen auf einmal alle mit mehr Freundlichkeit! Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen: es ist was dran an dem Sprichwort „Wie man in den Wald ruft…“

Der dritte und letzte von Veit Lindaus so genannten Life-Boostern (der Titel seines Vortrags) war Fokus. Irgendwie hängen diese drei Punkte: Präsenz, Freundlichkeit und Fokus sehr eng zusammen. Er empfahl uns, dass wir uns am Tag mal wirklich nur auf eine Sache fokussieren sollten. Ich kann Dir dafür diese wunderbare App empfehlen: sie zaubert jeden Tag ein wunderschönes Bild auf Deinen leeren Internet-Tab. Immer wenn Du einen Tab öffnest, erscheint dieses Bild und dort kannst Du Dir notieren, was für Dich an diesem Tag das Wichtigste ist und das muss nicht immer etwas Berufliches sein. Ich hatte zum Beispiel letztens da stehen, dass ich eine schöne Zeit mit meinen Eltern verbringen wollte, weil sie gerade in der Stadt waren.

Screenshot meines Laptops mit der Momentum App.

Screenshot meines Laptops mit der Momentum App.

Für mich waren diese Tipps von Veit Lindau nicht etwas total Neues, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Ich brauche diese Wiederholungen und dieses Immer- wieder-bewusst-Machen, denn das ist ja die Gefahr in unserem schnellen Alltag: viel zu oft vergessen wir, was uns wirklich wichtig ist, gerade weil wir eben nicht so präsent sind und meist auch nicht wirklich fokussiert und freundlich. Wenn Du Dir diese drei Punkte immer wieder bewusst machst und sie übst, kannst Du tatsächlich lernen, innerlich loszulassen.

Wie oft fühlte ich mich schon gehetzt, gestresst oder angespannt? An diesen Tagen will nichts so richtig laufen. Beobachte Dich selbst einmal, wie oft Du verkrampft bist in den einfachsten Alltagssituationen, und genau dann einfach mal daran zu denken und tatsächlich gedanklich loszulassen, innerlich zu entkrampfen und tief ein- und auszuatmen, wird Dich so viel freier machen!

Ich persönlich weiß: wenn ich mich entspanne, fließen auch meine Gedanken freier. Ich werde stärker und kreativer. Ich verspüre auf einmal mehr Energie und dann schließt sich der Kreis – denn das ist das Geheimnis der Menschen, die es schaffen, mit Leichtigkeit alles zu erledigen und dabei auch noch erfolgreich zu sein. Menschen, die es schaffen, entspannt zum Erfolg zu kommen, ohne übermenschliche Anstrengungen. Sie gehen entspannt, fokussiert und mit Freude an ihre Arbeit.

Ich hoffe diese Tipps helfen Dir, Deinen Alltag etwas bewusster zu gestalten und mit den daraus resultierenden zusätzlichen Energien erfolgreicher und gleichzeitig entspannter alles umzusetzen, was Du gerne erreichen willst.

Ich freue mich über Deine Erfahrungen zu dem Thema. Schreibe sie mir in die Kommentare und vergiss nicht, den Artikel mit Deinen Freunden zu teilen.

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.