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Hallo Ihr Lieben,

kennt ihr das auch? Ihr sitzt vor dem Computer und seht vor lauter Dateien und Programmen nicht mehr durch? Ihr wollt schnell etwas finden, aber müsst Euch durch einen Wust an Ordnern klicken? Ihr habt ewig zu tun, alles ordentlich abzuspeichern und ständig muss man neue Programme downloaden, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Und dann geht auch noch der Computer kaputt, so wie es mir passiert ist, und schon sind alle wichtigen Dateien im Arsch!

Ganz so schlimm ist es bei mir dann doch nicht gewesen. Ich habe nämlich schon seit einiger Zeit begonnen, die wichtigsten Sachen, auch online abzuspeichern, aber der kaputte Computer hat es mir noch einmal bewusst gemacht: Ich möchte nicht mehr von einem Gerät so abhängig sein. Deshalb habe ich jetzt begonnen, nur noch online zu arbeiten. Was heißt das?

Als Minimalistin geht es mir darum, mich von unnötigem Ballast zu befreien. Das beachte ich auch bei meiner Arbeit: zuerst denke ich darüber nach, welche Aufgaben ich extern vergeben kann, so dass ich nur noch die Dinge selbst tun muss, die mir wirklich Freude bereiten.

Doch das allein reicht mir nicht, mein Arbeitsplatz – der Computer – muss aufgeräumt sein, frei von Unrat. Deshalb habe ich mir angewöhnt, möglichst keine Programme mehr auf meinen Computer herunterzuladen, sondern immer erst mal zu schauen, ob ich Arbeitsschritte direkt im Internet erledigen kann.

Als Bloggerin, Youtuberin und Autorin nutze ich viele Programme, zum Beispiel zur Bildbearbeitung, Videobearbeitung oder ich muss meine Texte/Dateien in verschiedenste Formate umwandeln – das mache ich jetzt alles nur noch online.

Ich nutze keine teuren Programme, die veralten können, sondern ich nutze dafür Online-Plattformen. Für einige Dienstleistungen bezahle ich Geld, aber normalerweise viel weniger, als ich für den Kauf eines entsprechenden Programms zahlen müsste.

Die weiteren Vorteile sind: ich muss mich nicht mit einer Installation herumschlagen. Die Online-Programme sind meist selbst erklärend und einfach zu handhaben. Auch mit nur marginalen Englisch-Kenntnissen müsste man das hinbekommen. Es gibt Tutorial-Videos, die die Anwendungen ausführlich beschreiben. Ich habe immer die aktuellste Version des Anbieters zu Verfügung, spare Geld und einige Anbieter ermöglichen es mir sogar, die Arbeiten gleich online zu speichern und damit immer und überall zur Verfügung zu haben.

Auch die Archivierung meiner Arbeiten, nehme ich, wenn möglich online vor. Blogposts schreibe ich direkt online und sichere den Blog regelmäßig. Textdateien (meine Bücher, Entwürfe etc.) speichere ich auf Google Drive. Dort habe ich momentan 15 GB kostenlosen Speicherplatz – recht viel, wenn man hauptsächlich Text speichert.

Als weitere Backup-Lösung habe ich mir eine externe Festplatte zugelegt, auf der ich mir besonders wichtige Daten speichere, aber nicht alle Dateien und Dokumente sind wirklich langfristig wichtig. Wenn ich zum Beispiel ein YouTube-Video erstelle und das YouTube-Video fertig gestellt ist, hebe ich wirklich nur noch eine Video, das Endprodukt, auf.  Alle dazugehörigen Video-Materialien lösche ich dann wieder, weil ich sie wohl sowieso nicht mehr benutzen werde.

Auch die ganzen Bildmaterialien für meine Blogs und die Thumbnails für die Videos werde ich höchstwahrscheinlich nur einmalig benutzen, deshalb kann ich sie in einen temporären Ordner schieben und dann alle paar Monate wieder löschen. Selbst wenn ich ein Bild wider erwarten noch einmal benötigen sollte. Kann ich es ganz einfach online über meinen Bildanbieter wieder bekommen, muss es also nicht extra bei mir irgendwo abspeichern.

Wenn bei mir zu Hause das Internet ausfällt, ist das kein Problem – dann gehe ich halt zu Freunden oder in ein Café oder die Bibliothek. Ich kann mich von überall auf der Welt ins Netz einloggen und arbeiten. Meine Dateien sind mir überall auf der Welt zugängig. Ich muss nicht immer zu Hause vor dem Computer hängen. Ich habe mir mobiles Internet für mein Handy besorgt und kann mein Handy damit jederzeit als Hotspot für meinen Laptop benutzen.

Warum ich das alles tue? Nun ich möchte mich wirklich auf die wesentlichen Inhalte meiner Arbeit konzentrieren und nicht so viel auf das Drumherum. Ich möchte einfach das perfekte Umfeld für meine Arbeit schaffen, die besten Voraussetzungen, um gute Artikel schreiben zu können, um schnell meine Ideen als Datei vorliegen zu haben, um unkompliziert meine Videos bearbeiten zu können und das alles trotzdem mit guter Qualität, so dass auch meine Leser und Zuschauer etwas davon haben.

Als Mutter dreier Kinder muss ich meine Arbeitszeit effizient nutzen und deshalb ist es mir sehr wichtig die ganzen Arbeitsprozesse so minimalistisch wie möglich zu gestalten, denn damit schaffe ich mir die Freiheit und den Raum, kreativ zu bleiben – das Wichtigste an meiner Arbeit.

 

Wie seht Ihr das? Was ist für Euch der Kern des minimalistischen Arbeitens? Wie optimiert Ihr Eure Arbeitsprozesse? Schreibt mir Eure Meinung und teilt diesen Artikel mit Euren Freunden 🙂

 

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.