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Ich habe gerade ein Video von Emily (Bite Size Vegan) gesehen, indem sie aufschlüsselt, welche Folgen eine nicht-vegane Lebensweise für unseren Planeten hat. Dieses Video zeigt mir erneut, dass wir Konsumenten es in der Hand haben, aktiv Umweltschutz zu betreiben (und die Umweltschutzorganisationen gern den Hauptverursacher für die Umweltmisere verschweigen: die Massentierhaltung).

Es ist ganz klar zielführender, sich vegan zu ernähren, als zum Beispiel auf das Auto zu verzichten. Die Tierindustrie erzeugt viel mehr Treibhausgase als alle Transportmittel zusammen! Das heißt natürlich nicht, dass wir neben der veganen Lebensweise nicht auch bevorzugt Rad fahren und das Auto mal stehen lassen sollten.

Wir können Wasser sparen, indem wir zum Beispiel kürzer Duschen, weniger Baden, den Wasserdruck an unseren Wasserhähnen niedriger einstellen – das nützt allerdings nicht viel, wenn wir weiter Fleisch- und Milchprodukte essen. Der Wasserverbrauch für Fleisch und Milch ist ungleich höher als wir je mit Duschen wieder aufholen könnten!

Wir können unser Geld in Projekte zur Wiederaufforstung des Regenwaldes stecken, aber wenn wir dann ein Steak essen unterstützen wir wieder die Industrie, die für 91 (!) Prozent der Regenwaldzerstörung zuständig ist!

Ihr glaubt mir das nicht? Dann präsentiere ich Euch hier mal die Fakten (zusammengetragen von Emily auf ihrem Blog):

Selbst wenn wir alle ab heute und für immer auf unsere Autos und andere Transportmittel verzichten und nie wieder fossile Brennstoffe nutzen, würde die Klimaerwärmung unermüdlich weiter voranschreiten – nur durch die Nutztierhaltung! Warum? Weil alle Verkehrsmittel zusammen nur 13% der CO2-Produktion ausmachen, während die Tierindustrie nach einer konservativen Berechnung der UN-Organisation Food and Agriculture allein 18% ausmachen. Wenn wir auch noch weitere Faktoren wie Methanausstoß, Landnutzung und Atmung der Tiere mit einbeziehen (World Watch Institute) trägt die Nutztierindustrie sogar mit 51% zur CO2-Produktion bei.

Wenn Ihr jeden Tag  15 Minuten mit einem Wasser sparenden Duschkopf duscht, spart Ihr etwa 10,3607 Liter Wasser pro Jahr. Wenn Ihr statt dessen aber nur einmal auf 1 Pfund Rindfleisch verzichtet, spart Ihr schon 9.463 Liter Wasser! Das ist auf Grundlage einer konservativen Berechnung. Andere Berechnungen gehen von bis zu 30.000 Litern Wasser aus, die für die Produktion von 500g Rindfleisch verbraucht werden.

Wenn man den amerikanischen Verbrauch an Fleisch- und Milchprodukten im Jahr 2000 mit einem veganen Jahr gleichsetzt, würde eine ein Jahr lang vegan lebende Person sage und schreibe 2.744.138 Liter Wasser sparen: 1.346849 Liter für Milchprodukte, 609.451 Liter für Rindfleisch,  742.697 Liter für andere Fleischarten und 45.141 Liter für Eier! Die Werte in Deutschland dürften nicht ganz so drastisch sein, folgen aber dem amerikanischen Trend.

Um einen Veganer für ein Jahr zu ernähren, braucht es etwa 674 m² Land. Für einen Vegetarier braucht man 3x soviel und für einen Fleischesser 18x so viel Land. Eine Fläche von ca. 6.07 km² kann 37.000 Pfund pflanzliche Lebensmittel produzieren oder nur 375 Pfund Fleisch (hier und hier).

750.000 km² Regenwald wurden seit 1978 gerodet, jede Sekunde werden etwa 4.000 – 8.000 m² Regenwald unwiederbringlich zerstört: für die Tierindustrie zur Haltung von Rindern und zum Anbau von Soja für das Futter. (hier und hier)

Zusammengefasst: Die Nutztierindustrie ist nicht nur der führende Verursacher von Treibhausgasemissionen, sondern verbraucht auch bis zu ein drittel (!) des Frischwassers der Erde und etwa 45% des Landes unseres Planeten. Sie ist verantwortlich für mehr als 90% der Regenwaldrodungen, die Lebensraumzerstörung und ein Hauptgrund für das massive Artensterben auf unserem Planeten.

Wenn Ihr umweltbewusst seid, verschließt bitte nicht länger die Augen vor den Fakten, schaut Euch das Video von Emily in Ruhe an oder lest den dazugehörigen Artikel. Recherchiert die Quellen, wenn Ihr es immer noch nicht glauben könnt, und überlegt Euch, ob es wirklich so ein schwerer Schritt ist, sich vegan zu ernähren.

Wir können selbst aktiv werden und mit jeder Mahlzeit etwas für die Umwelt und unseren Planeten tun! Wir entscheiden mit jedem Euro, den wir ausgeben, über die Zukunft unseres Planeten: Unterstützt Ihr mit Eurem Geld Tierleid und Zerstörung oder investiert Ihr in die Zukunft unseres Planeten? Ihr habt die Wahl 🙂

Hier noch ein Video aus dem letzten Jahr zu diesem Thema:

Wie ist Eure Meinung dazu? Fühlt Ihr Euch angesprochen? Falls ja, freue ich mich, wenn Ihr diesen Artikel mit Euren Freunden teilt 🙂

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.