Artikel Thumbnail (5)

 

Hallo Ihr Lieben, gestern habe ich ein Video dazu gemacht, wie ich den Kleiderschrank meiner drei Kinder ausmiste.

 

Auch, wenn jetzt alles wieder schön übersichtlich ist, bin ich noch nicht hunderprozentig zufrieden. Ich mag diese Stapel mit Pullovern, T-Shirts und Hosen nicht. Warum? Wenn ein Kind einen Pullover aus der Mitte rauszieht, könnt Ihr Euch vorstellen, was dann mit dem ganzen Stapel passiert! Chaos ist da schon wieder vorprogrammiert, denn meine Kinder sind nun mal Kinder und werden auch in Zukunft mit Sicherheit nicht darauf achten, dass immer alle Klamotten schön ordentlich im Schrank gestapelt sind. Da bin ich einfach realistisch. Außerdem bin ich genauso: bei mir muss alles schnell und praktikabel sein. Ich habe keine Zeit, Klamotten ordentlich auf gleiche Größe zusammenzufalten und dann schöne, am besten noch farblich sortierte Stapel zu machen.

Deshalb hänge ich meine eigenen Sachen auf Bügel. Das ist nun bei den Kindern nicht möglich, aber ich überlege, ob ich Kisten in die vorhanden Fächer mache und in den Kisten dann die Pullover, T-Shirts etc. verstaue. Klar, man muss dann immer erst die Kiste aus dem Schrank nehmen, um sich was zum Anziehen rauszusuchen, aber man hat auch dann alles auf einen Blick und muss nicht mehr Türme bauen, sondern könnte alles hintereinander legen, wie Ihr auf dem Screenshot von Alejandra TV seht.

Screenshot aus einem Video von Alejandra TV (Youtube)

Screenshot aus einem Video von Alejandra TV (Youtube)

Das werde ich auf jeden Fall mal austesten. Ich mache mich dazu erstmal auf die Suche nach geeigneten „Schubfächern“ und werde Euch dann berichten.

Ich wurde im Zuge meines Videos von gestern auch darauf aufmerksam gemacht, dass es ja, wie für Erwachsene, auch für Kinder das Prinzip der „Capsule Wardrobe“, also einer ganz reduzierten Garderobe gibt – danke, Kathy, für den Hinweis :-).

Prinzipiell finde ich den Gedanken ganz toll: jedes Kind bekommt (zum Beispiel) zehn Outfits – die müssen dann aber auch reichen. Ein Problem sehe ich: die Mädels (7 und 4 Jahre alt) haben immer wieder andere Phasen: mal wollen sie einen Rock, dann wieder nur Kleider oder eben Hosen. Das macht es etwas komplizierter, die Auswahl einzuschränken.

Es ist natürlich um einiges einfacher, seine eigene Garderobe zu minimieren als die der Kinder. Vermutlich könnte ich meine Mädels bitten, sich fünf Lieblingsshirt, fünf Lieblingspullover etc. rauszusuchen und der Rest kann dann weg. Bei meinem Jüngsten kann ich natürlich noch selbst entscheiden, was er anzieht. Aber das wird nicht immer so bleiben.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass Kinder so unglaublich viele verschiedene Arten von Klamotten benötigen. Meine Mädels tragen im Sommer Rock mit T-Shirt oder Kleider am liebsten. Falls es  etwas kühler wird, brauchen sie noch Leggins und Pullover. Wenn es regnet, eine Jeans und/oder Matschhose, dazu eine Regenjacke, eine normale Jacke für den Alltag und wenn es richtig kalt wird, noch eine Strickjacke zum drunter ziehen und im Winter kommen noch Strumpfhosen und dicke Pullover dazu und eine Winterjacke oder ein Winteranzug. Von fast allem braucht man mehrere Stück, wenn man einmal in der Woche wäscht.

Ihr müsst also am besten selbst abschätzen, wie viel Vorrat an Klamotten die Kinder tatsächlich brauchen. Jedes Kind ist ja auch anders: das eine tobt viel draußen rum, braucht also jeden Tag eine neue Garnitur, während manch andere Kinder ihre Sachen, öfter anziehen können, weil sie sich nie bekleckern.

Der große Vorteil der reduzierten Garderobe ist dabei immer: Du behältst den Überblick! Ich sehe nach einer Aufräumaktion oder wenn ich gerade frisch gewaschene Wäsche einsortiere, ganz schnell, ob den Kindern etwas Wichtiges fehlt – weil vielleicht die letzte Strickjacke kaputt gegangen oder zu klein geworden ist.

Zu stark reduzieren möchte ich bei den Kindern auch nicht, weil ich sonst noch öfter Wäsche waschen müsste – ich wasche so schon mehrere Maschinen pro Woche, aber jeweils nur einmal Dunkles, Rotes, Helles etc. Die Garderobe der Kinder muss also entspannt eine Woche reichen – das klappt momentan ganz gut.

Ich würde auf jeden Fall die Kinder nicht zu einer bestimmten Garderobe zwingen. Sie sollen sich ruhig austoben können und sich so kunterbunt anziehen, wie sie es mögen, auch wenn das bedeutet, dass sie am Ende mehr Klamotten im Schrank haben als ich 🙂

Wie handhabt Ihr die Garderobe Eurer Kinder? Achtet Ihr darauf, dass sie nur eine bestimmte Anzahl an Klamotten haben oder seht Ihr das nicht so streng? Ich freue mich, wie immer, über Eure Meinung!

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.