yellowi dollar photo clubHallo Ihr Lieben, in meinem heutigen Youtube-Video zeige ich Euch, wie die Wohnung sich verändert hat, nachdem wir unser Ehebett rausgeschmissen haben. Die Mädels schlafen ja schon länger auf Kindermatratzen von Ikea und nun haben wir beschlossen, unseren lang gehegten Wunsch nach einem Familienbett in die Tat umzusetzen. Okay, es ist jetzt weniger ein FamilienBETT, als ein Familien-Matratzenlager.

Wir Erwachsenen sind es gewohnt, mit den Kindern zu schlafen. Wir möchten den Kindern Wärme und Geborgenheit vermitteln und haben deshalb von Anfang an, die Kinder mit in unserem Bett schlafen gelassen. Leider hat mit der Geburt unseres Jüngsten der Platz nicht mehr für alle gereicht. Deshalb ist mein Mann dann mit den Mädels ins Kinderzimmer umgezogen und ich habe mit dem Kleinen im Schlafzimmer genächtigt.

Wir haben aber immer davon geträumt, wieder alle zusammen zu schlafen – und jetzt haben wir das endlich geschafft, indem wir das große Bett rausgeschmissen und im Kinderzimmer ein Matratzenlager eingerichtet haben. Das Tolle daran: wir haben plötzlich ein Zimmer mehr. Denn unser Schlafzimmer ist so klein, dass es bisher mit dem großen Bett völlig ausgefüllt war. Wir hatten gerade so Platz, um an unsere Klamottenschränke zu kommen. Das ist nun passé und wir lieben den neuen Freiraum, den wir gewonnen haben. Wir können das Zimmer jetzt als Gästezimmer nutzen, mein Mann kann sich dort auch mal zum Arbeiten zurückziehen. Ich nutze es gern, um die Wäsche zusammenzulegen und unsere Große nennt es liebevoll ihr Tanzzimmer.

Da die Große vielleicht bald ihr eigenes Zimmer verlangt (sie ist jetzt in der ersten Klasse), haben wir hier schon einen potentiellen Raum dafür geschaffen.

Zurück zum Schlafen auf dem Boden: die Idee das Bett endgültig rauszuschmeißen hatten wir schon länger – ich habe ja auch schon in meinem Buch darüber geschrieben – und als wir jüngst zelten waren, haben wir im Zelt auf diesen kleinen Ikea-Matratzen geschlafen. Das hat wunderbar geklappt, also haben wir das kurzerhand für unsere Wohnung adaptiert.

Wir haben nun schon einige Nächte so verbracht und sind alle sehr zufrieden. Von Rückenproblemen bisher keine Spur und die Kinder freuen sich natürlich total, dass wir alle zusammen sein können. Vor dem Schlafen wird ausgiebig gekuschelt und getobt :-).

Letztendlich ist das alles nur eine Gewöhnungssache – ich vermisse das große Bett überhaupt nicht. Ich glaube, den meisten Leuten fällt es einfach nur schwer, sich gedanklich auf Sachen einzulassen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen: das ist zum Beispiel so mit dem Familienbett:

„Das darf einfach nicht sein. Ein Kind muss allein in seinem Zimmer schlafen können. Sonst wird es niemals selbständig. Ihr verwöhnt die Kinder zu sehr. Dann werden sie niemals aus dem Bett ausziehen, wenn Ihr das richtige Alter dafür verpasst…“

Das sind so die typischen Sprüche, die wir dann zu hören bekommen – aber bis jetzt hat noch keiner gesagt, dass unsere Kinder irgendwie anders geworden sind als andere. Ich halte das auch für totalen Quatsch – schließlich schlafen wir Erwachsenen ja auch nicht gern allein. Warum sollten wir das dann von unseren Kindern verlangen?

Und auch der Gedanke, ohne Bett zu schlafen, fällt vielen schwer. Ich finde das ja gar nicht schlimm! Niemand MUSS das praktizieren. Ich persönlich finde es aber eine große Bereicherung, mir bewusst zu machen, dass ich nicht auf ein Bett angewiesen bin. Ich öffne mich gern für solche Ideen und probiere sie aus und gerade das Bett ist nun etwas, auf das ich leicht verzichten kann 🙂

Seid Ihr anderer Meinung? Praktiziert Ihr auch das Familienbett? Glaubt Ihr, dass Ihr auch auf Euer Bett verzichten könntet? Schreibt mir in den Kommentaren. Ich freue mich, von Euch zu hören.

Und wenn Ihr jemanden kennt, der das auch mal ausprobieren sollte, teilt mit ihm diesen Artikel.

Eine Einführung zum Thema „Minimalismus“ findet Ihr hier.

#minimalismus #schlafen

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.