So viel vorneweg: es ist verdammt schwer, mit RawTill4 mindestens 2.500 Kalorien am Tag zu schaffen, aber ich bleibe natürlich dran.

Am ersten Tag war ich total aufgeregt und habe mich schon auf die Challenge gefreut. Ich hatte, da wir gerade aus dem Urlaub zurück gekommen waren, keine große Reserve an Obst zu Hause – nur ein paar reife Bananen fürs erste Frühstück – und genau das hat sich als Problem für den Start der Challenge rausgestellt.

Leider gab es im Supermarkt auch keine reifen Bananen. RawTill4 will einfach gut geplant sein – hier in Deutschland sind die Bananen im Laden in der Regel grün oder gelb. Eine reife gut verdauliche Banane sollte aber viele braune Punkte haben und ganz leicht zu schälen sein. Sonst ist noch zu viel Stärke und zu wenig Zucker drin.

Mindestens so sollten reife Bananen aussehen.

Hier seht Ihr, was ich an Tag 1 gegessen habe:

Laut Cronometer habe ich damit etwas mehr als 2.000 Kalorien zumir genommen und relativ viel Fett (Olivenöl, Leinsamen, Kakaopulver). Zur Erinnerung: erwünscht ist ein Schnitt von 80% Kohlenhydraten, 10% Fett und 10% Proteinen (muss aber nicht an einem Tag sein, so ein Wochenschnitt wäre auch ok).

Was das Ziel 2.500 Kalorien am Tag betrifft: ich habe einfach nicht mehr reinbekommen, könnte aber dennoch auf die vollen 2.500 gekommen sein, weil ich abends noch an einer Kräuterwanderung teilgenommen und dabei etwas veganes Wildkräuterpesto auf Brot und vegane Suppe gegessen habe – super lecker. Da waren bestimmt auch noch ein paar Kalorien dabei, weil natürlich Öl enthalten war, also gar nicht RawTill4 angemessen, aber das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen 🙂

Warum sind mir die Kalorien so wichtig? Nicht, weil ich zunehmen oder abnehmen will, sondern, weil ich mit der Ernährung in erster Linie Energie und Kraft gewinnen möchte. Und dann will ich etwas gegen meine ständigen Stimmungsschwankungen unternehmen, die meiner Meinung nach damit zusammen hängen, dass ich oft „undercarbed“ bin, also insgesamt zu wenig Kohlenhydrate zu mir genommen habe… Fett will ich genau aus diesem Grund auch meiden.RawTill4 funktioniert langfristig am besten, wenn man wirklich immer genug isst – bei so viel Obst und Gemüse besteht allerdings die Gefahr, dass man insgesamt zu wenig Kalorien zu sich nimmt, ohne es zu merken, deshalb protokolliere ich, was ich esse mit Cronometer.

Der zweite Tag war dann ziemlich bescheiden. Ich bin total gerädert und müde aufgewacht und wäre am liebsten liegen geblieben. Ich hatte leichte Kopfschmerzen und Übelkeit. Lag das etwa an einem Tag RawTill4, den ich noch nichtmal zu hundert Prozent durchgehalten habe? Wohl kaum. Vielleicht waren es sogar die vielen Wildkräuter, die ich während der Wanderung genascht habe – für jemanden, der das nicht gewohnt ist, kann das schon mal zu starken Entgiftungserscheinungen führen…

Na toll, jedenfalls war nichts mit guter Laune und ich hatte auch noch die Kinder zu versorgen. Ich habe mich, ehrlich gesagt, ziemlich durch den Tag gequält und mittags dann doch wieder mal zu Paracetamol gegriffen und mich hingelegt. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als die drei Kinder zu betreuen, wenn es mir total schlecht geht – also dope ich mich dann doch lieber mit Schmerzmitteln.

Das habe ich an diesem Tag mit flauem Magen gegessen:

Ich hatte immer noch keine reifen Bananen und die Datteln, die ich noch zu Hause hatte, waren mit irgendwelchen Viechern befallen (Lebensmittelmotten, glaube ich): Ich bin also schnell einkaufen gefahren und habe mich mit Datteln und Feigen eingedeckt. Sie sollen mir zukünftig als Reserve dienen, wenn keine reifen Früchte im Haus sind und für unterwegs sind sie auch nicht schlecht. Dazu habe ich ein Netz Orangen mitgenommen, um mir Saft zu pressen. Ein Netz ist natürlich viel zu wenig, bedenkt man die Kalorienzahl!

Wie Ihr seht, war es mir an diesem Tag absolut nicht möglich, die gewünschte Kalorienmenge von 2.500 zu schaffen, Fett und Proteine lagen sogar unter 10%…

Aber was soll’s, das waren ja nur die ersten zwei Tage – ich finde es super, dass ich mich jetzt mal voll auf RawTill4 konzentrieren kann. Das ist offensichtlich auch wichtig, wenn man den Einstieg schaffen will.

Soviel kann ich Euch schon mal verraten: heute, am Tag 3, geht es mir super. Liegt aber vielleicht auch einfach an dem schönen Wetter 🙂

Hier geht es zu Tag 3 und 4 meiner Challenge.

Photo credit: ripe bananas via photopin (license)

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.