Gestern hatte ich Kopfschmerzen, ausgerechnet am letzten Tag meiner Challenge. Ich wähnte mich schon vollständig geheilt. Naja, wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein. Bei Kopfschmerzen können nun mal viele Faktoren eine Rolle spielen. Gestern hatte ich einen sehr verspannten Nacken, weil ich stundenlang am Computer gesessen habe. Ich hatte mal wieder das Frühstück ausfallen lassen und mein Mittagessen war ein Feldsalat! Irgendwie selbst schuld, oder? Ich war natürlich echt traurig und ausgerechnet gestern war ich mit den Kindern allein. Ich musste mich also mal wieder mit Tabletten „dopen“, um es bis zum Abend zu schaffen…

Ich gebe aber nicht auf! Es hat sich ja schon viel für mich verbessert. Ich werde auf jeden Fall meine neu gewonnenen Trinkgewohnheiten beibehalten, insgesamt hatte ich in den 30 Tagen nur zwei mal Kopfschmerzen – auch das ist ein Rekord für mich. Ich werde einfach die anderen Faktoren (Verspannungen, schlechtes Essverhalten) auch noch ausschalten müssen :-).

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit mir. Ich bin jetzt Frühaufsteherin und trinke immer genug Wasser. Ich hoffe, dass ich auch ohne den Druck der Challenge weiter ordentlich trinken werde. Ich fühle mich definitiv besser damit und denke, dass ich zur Abwechslung meinem Körper mal etwas Gutes tue. Abgenommen habe ich durch die Challenge nicht wirklich: vorher habe ich 55kg gewogen, heute morgen 54,5kg. Mir geht es auch nicht darum, abzunehmen, sondern, mich gut zu fühlen.

Mein Ziel ist es, im tagtäglichen Chaos mehr Rücksicht auf mich selbst zu nehmen – mit der Wasserchallenge habe ich den ersten Schritt dafür getan. In meiner nächsten Challenge muss ich mich etwas mehr quälen. Könnt Ihr Euch schon denken, was ich tun werde?

Hier noch meine Vorher-Nachher-Fotos. Sehe ich jetzt wie Sarah Devlin, nach meiner Challenge, zehn Jahre jünger aus? Was sagt Ihr? Ich habe extra ein Profilfoto genommen, damit man meine Falten besser sieht. Zumindest bin ich nicht sichtlich gealtert 🙂 und die juckenden Stellen um die Augen sind wirklich verschwunden.

Links: vorher | rechts: nachher

Zum Abschluss meiner ersten Challenge möchte ich Euch noch meine Tipps mit auf den Weg geben, mit denen auch Ihr es schafft, Euer Trinkverhalten zu verbessern:

1. Gleich nach dem Aufstehen anfangen zu trinken! Das klingt logisch, aber der richtige Start in den Tag ist wichtig. Ich habe normalerweise vor dem Frühstück bereits einen Liter Wasser getrunken.

2. Ich trinke übrigens immer Leitungswasser. Wenn Euch das am Morgen zu kalt ist, könnt Ihr es auch im Wasserkocher etwas erwärmen. Ihr könnt Euch auch ein Wasser mit Geschmack machen – gebt einfach am Abend geschnittenes Bio-Obst, Zitronen, Limetten, Gurken, was Ihr mögt, ins Wasser und lasst es über Nacht ziehen. Kristina hat ein paar gute Ideen.

3. Wasser langsam trinken: Das heißt also nicht, dass Ihr Euch gleich nach dem Aufstehen den einen Liter runterquälen sollt. Trinkt langsam, immer mal wieder ein paar Schluck. Sonst kann der Körper das Wasser auch gar nicht richtig aufnehmen.

4. Trinkt vor dem Essen, nicht während des Essens. Am besten ist es eine halbe bis eine Viertelstunde vor dem Essen zu trinken. Wenn Ihr während des Essens trinkt, können von Deinem Körper eventuell gesunde Nährstoffe nicht so gut aufgenommen werden.

5. An das Trinken denken: mir hat geholfen, immer mein 1-Liter-Gefäß im Blick oder dabei zu haben. Vielleicht hilft Euch ein Armband – immer wenn Euer Blick drauf fällt, erinnert Ihr Euch dran, dass Ihr trinken müsst. Es gibt auch (kostenlose) Apps, die Euch daran erinnern, dass es Zeit ist, wieder was zu trinken.

6. Teilt Euch den Tag in Zeitzonen ein: 1 Liter Wasser bis 8 Uhr, ein Liter Wasser bis 13 Uhr, den dritten Liter bis zum Abend. So könnt Ihr zu einer bestimmten Uhrzeit immer überprüfen, wie weit Ihr mit dem Trinken seid.

7. Wenn Ihr unterwegs seid, immer die Trinkflasche dabei haben. Das war für mich das Schwierigste in meiner Challenge, daran zu denken, die Trinkflasche mitzunehmen – besonders, wenn ich mit den Kindern los musste. Im morgendlichen Trubel habe ich sie ab und zu vergessen und mir dann unterwegs was gekauft.

Mir machen solche Challenges echt Spaß! Probiert es aus, wenn Ihr neugierig seid.

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.