Robert Scarth via photopin cc

Ja, ich geb’s zu: das ist jetzt nicht der spannendste Blogpost, aber diese Alltagsdinge wollen auch erledigt werden. Wie können wir die Welt retten, wenn unsere Bude aussieht wie Sau? Ich brauche Zeit zum Arbeiten, muss aber auch die Wohnung halbwegs in Ordnung halten, insbesondere, weil ich zu Hause arbeite. Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn überall das Zeug rumliegt.

Stephen King hat in seinem Buch Das Leben und das Schreiben gesagt, dass er am liebsten mit dem Gesicht direkt zur Wand schreibt. Aber selbst, wenn ich diesen Rat beherzige, lässt mich dieses nagende Gefühl nicht los, dass ich ja noch was zu erledigen habe und wenn dann die Kinder nach Hause kommen, kann ich keinen entspannten Familiennachmittag abhalten, wenn wir im Dreck sitzen…

Normalerweise war das bei mir morgens so: die Kinder haben fluchtartig das Haus verlassen, die Bude sah aus wie Sau und ich wusste nicht, wo ich anfangen soll. Früher bin ich immer wie eine Verrückte kreuz und quer durch die Wohnung, habe hier was aufgehoben, dort was weggeräumt.

Jetzt mache ich das anders: ich räume mit System auf. Das spart extrem viel Zeit, Rennerei und vor allem Nerven 🙂 Inspiriert hat mich dieses Video von Melissa und ich habe es einfach mal ausprobiert.

So geht’s: Du suchst Dir eine Ecke des Zimmers aus, in der Du anfängst. Bewaffne Dich mit einem feuchten Lappen und einer Kiste oder einem Müllbeutel. Jetzt gehst Du den Raum im Uhrzeigersinn ab, nimmst alles, was nicht in diesen Teil des Raumes gehört und schmeißt das in die Kiste, die Du bei Dir hast, räumst alles auf und wischst dann mit dem feuchten Lappen nochmal über die Oberflächen.

Wir haben eine offene Küche und ein großes Wohnzimmer. Da nutze ich statt einer Kiste oft den Esstisch als Zwischenablage für all die Dinge, die nicht an ihrem richtigen Platz waren. Nach dem ich durch das Zimmer durch bin, sortiere ich noch die gesammelten Gegenstände und bringe sie an ihren angestammten Platz. Sehr wichtig ist es also, dass jeder Gegenstand in der Wohnung einen fest definierten Aufbewahrungsort hat.

Das war es schon. Es klappt wirklich: blitzschnell sieht alles ordentlich aus. Nur noch Staub saugen. Fertig 🙂 Vielleicht spart es mir im Vergleich zum chaotischen Aufräumsystem nur fünf Minuten, aber psychologisch betrachtet finde ich es jetzt viel besser, weil ich praktisch sofort die Resultate sehe. Ecke für Ecke wird das Zimmer blitzeblank…

Photo credit: Robert Scarth via photopin cc

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.