Hallo Ihr Lieben, hier nun Teil 2 des Essays von Steve Pavlina darüber, warum Du niemals nie einen Job annehmen solltest:

Steve Pavlina: 10 Gründe, warum Du Dir niemals einen Job suchen solltest (Teil 2)

6. Ein doofer, bösartiger Chef

Wenn Du einem Idioten in der Welt der Unternehmer begegnest, kannst Du Dich umdrehen und einfach weg gehen. Wenn Du auf Arbeit einem Idioten begegnest, musst Du Dich umdrehen und sagen: „Entschuldige, Chef.“

Wusstest Du, dass das Wort Boss vom holländischen Wort baas kommt, was historisch Master (Herr) bedeutet? Und in vielen Videospielen, ist der Chef der böse Typ, den Du am Ende eines Levels töten musst.

Wenn also Dein Chef wirklich der bösartige Master ist, was macht das dann aus Dir? Nichts als ein Scheißhaufen in der Herde. Who is your daddy?

7. Um Geld betteln

Wenn Du Dein Einkommen erhöhen willst, musst Du auf die Knie gehen und Deinen Master um mehr Geld bitten? Fühlt es sich gut an, ab und zu ein paar Belohnungshappen hingeworfen zu bekommen?

Oder kannst Du selbst entscheiden, wie viel Du bezahlt bekommst, ohne dass Du die Erlaubnis von jemandem außer Dir selbst brauchst?
Wenn Du ein Geschäft hast und ein Kunde sagt „Nein“ zu Dir. Sagst Du einfach „Der Nächste.“

8. Eine Inzucht sozialen Lebens

Viele Leute behandeln ihren Arbeitsplatz wie ihren einzigen sozialen Markt. Sie hängen mit den gleichen Leuten ab, die auf dem gleichen Gebiet arbeiten. Solche inzestuösen Beziehungen sind soziale Sackgassen. Ein aufregender Tag beinhaltet tiefe Gespräche über den Wechsel der Firma von Sparkletts zu Arrowhead, die Verzögerung des neuesten Microsoft-Betriebssystems und die unerwartete Lieferung von mehr Bic-Kugelschreibern. Überlege Dir, wie es sein würde, nach draußen zu gehen und mit Fremden zu sprechen. Oooohhh…. beängstigend! Bleib lieber drinnen, wo es sicher ist. 
Wenn einer Deiner Co-Sklaven an einen anderen Master verkauft wird, verlierst Du dann einen Freund? Wenn Du in einem von Männern dominiertem Bereich arbeitest, bedeutet das, dass Du nie mit Frauen über dem Rang einer Rezeptionistin sprichst? Warum entscheidest Du nicht selbst, mit wem Du Dich sozialisierst, statt Deinen Master für Dich entscheiden zu lassen? Glaub es oder nicht, es gibt Orte auf diesem Planeten, wo sich freie Menschen versammeln. Aber sei vorsichtig mit diesen arbeitslosen Leuten – es ist ein verrückter Haufen!

9. Verlust der Freiheit

Es braucht viel Mühe, um einen Menschen zu einem Mitarbeiter zu zähmen. Das erste, was Du tun musst, ist den unabhängigen Willen des Menschen zu brechen. Eine gute Möglichkeit das zu tun, ist ihm ein schweres Richtlinien-Handbuch zu geben, das mit unsinnigen Regeln und Vorschriften gefüllt ist. Das führt dazu, dass der neue Mitarbeiter gehorsamer wird, aus Angst dass er jeden Moment für etwas Unerfindliches diszipliniert werden könnte. Somit kommt der Mitarbeiter wahrscheinlich zu dem Schluss, dass es einfacher ist, den Befehlen des Masters ohne Nachfrage zu gehorchen. Mische noch ein paar Büroregeln zum guten Benehmen dazu und wir haben einen frisch gebackenen Sklaven im Geiste.
Als Teil ihres Gehorsamkeitstrainings müssen die Mitarbeiter lernen, wie sie sich zu kleiden, wie sie zu sprechen, sich zu bewegen haben und so weiter. Wir können wohl kaum die Mitarbeiter für sich selbst denken lassen, oder? Das würde alles ruinieren.
Gott bewahre, jemand stelle eine Pflanze auf den Schreibtisch, wenn es gegen die Firmenpolitik ist. Das wäre das Ende der Welt. Cindy hat eine Pflanze auf ihrem Schreibtisch! Holt die Vollstrecker! Schickt Cindy zurück in eine weitere Runde Verhaltenstraining!
Freie Menschen denken natürlich, dass solche Regeln und Vorschriften dumm sind. Die einzige Regel, die sie brauchen ist: „Sei klug. Sei nett. Tu, was Du liebst. Viel Spaß.“

10. Ein Feigling sein

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Angestellt die Fähigkeit haben, endlos über Probleme in ihrem Unternehmen zu jammern? Aber sie wollen nicht wirklich Lösungen – sie wollen sich einfach nur abreagieren und sich damit herausreden, dass alles die Schuld von jemand anderem ist. Es ist, als ob eine Arbeit anzutreten, den Menschen jeden freien Willen entzieht und sie in willenlose Feiglinge verwandelt. Wenn Du Deinen Chef nicht ab und zu einen Trottel nennen kannst, ohne Angst davor zu haben, gefeuert zu werden, bist Du nicht mehr frei. Du bist das Eigentum Deines Meisters geworden.
Wenn Du den ganzen Tag unter Feiglingen arbeitest, meinst Du nicht, dass es auf Dich abfärbt? Natürlich wird es das. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor Du die edelsten Teile Deiner Menschlichkeit auf dem Altar der Angst opferst: erst den Mut… dann die Ehrlichkeit… dann Ehre und Integrität… und schließlich Deinen unabhängigen Willen. Du verkaufst Deine Menschlichkeit für nichts als eine Illusion. Und jetzt ist Deine größte Angst, die Entdeckung der Wahrheit dessen, was Du geworden bist.
Es ist mir egal, wie schlimm Du niedergeknüppelt wurdest. Es ist nie zu spät, um Deinen Mut wiederzuerlangen. Niemals!

Du willst trotzdem einen Job?

Wenn Du bereits ein gut konditionierter, gut erzogener Mitarbeiter bist, wird Deine wahrscheinlichste Reaktion auf meine Worte die Defensive sein. Es ist alles Teil der Konditionierung. Aber bedenke: wenn in meinen Worten kein Körnchen Wahrheit steckt, warum hast Du dann überhaupt so eine emotionale Reaktion? Dies ist nur eine Erinnerung daran, was Du bereits weißt. Du kannst Deinen Käfig leugnen so viel Du willst, aber der Käfig ist noch da. Vielleicht passierte es alles nach und nach, so dass es Dir gar nicht aufgefallen ist, bis jetzt… wie ein Hummer, der ein schönes warmes Bad genießt.
Wenn Dich irgendwas davon wütend macht, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Wut ist eine höhere Ebene des Bewusstseins als Apathie. So ist es viel besser, als die ganze Zeit taub zu sein. Jede Emotion – auch Verwirrung – ist besser als Apathie. Wenn Du Dich durch Deine Gefühle arbeitest, statt sie zu unterdrücken, wirst Du bald an der Schwelle zum Mut auftauchen. Und wenn das passiert, hast Du den Willen, tatsächlich etwas gegen Deine Situation zu tun. Du kannst damit beginnen, das Leben eines leistungsstarken Menschen zu leben, für das Du bestimmt warst, statt das eines domestizierten Haustiers.

Glücklich arbeitslos

Was ist die Alternative zu einem Job? Die Alternative ist, glücklich arbeitslos zu bleiben für den Rest Deines Lebens und Dein Einkommen mit anderen Mitteln zu generieren. Erkenne, dass Du Geld verdienst, indem Du Werte zur Verfügung stellst, nicht Zeit. Also finde einen Weg, Deinen besten Nutzen für Andere zu schaffen, und verlange einen fairen Preis dafür. Einer der einfachsten und am leichtesten zugänglichen Wege ist, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Welche Arbeit Du auch immer als Angestellter machen würdest, finde einen Weg diesen Wert direkt denen anzubieten, die am meisten davon profitieren. Es braucht etwas mehr Zeit, bis Du richtig loslegen kannst, aber die Freiheit ist die anfängliche Investition an Zeit und Energie wert. Dann kannst Du Dir zur Abwechslung mal Deine eigenen Belohnungen kaufen.
Und natürlich kannst Du alles, was Du auf dem Weg lernst, mit anderen teilen, um noch mehr Nutzen für Andere zu generieren. So können sogar Deine Fehler zu Geld gemacht werden.
Eine der größten Ängste, denen Du Dich stellen musst, ist die, nicht genug von Wert für Andere zu bieten zu haben. Vielleicht ist, ein Angestellter zu sein und pro Stunde bezahlt zu werden, das Beste, was Du tun kannst. Vielleicht bist Du einfach nicht so viel wert. Diese Denkweise ist nur Teil Deiner Konditionierung. Es ist absoluter Schwachsinn. Wenn Du anfängst, diese Gehirnwäsche loszuwerden, wirst Du bald erkennen, dass Du Fähigkeiten hast, die enorm wertvoll für Andere sind, und dass die Leute gern dafür bezahlen. Es gibt nur eine Sache, die Dich daran hindert, diese Wahrheit zu sehen – Angst.
Alles, was Du wirklich brauchst, ist der Mut, Du selbst zu sein. Dein Wert ist darin verwurzelt, wer Du bist, nicht in dem, was Du tust. Das einzige, was Du machen musst, ist Dein wahres Selbst der Welt zu öffnen. Dir wurden alle möglichen Lügen erzählt, warum Du das nicht tun kannst. Aber Du wirst niemals wahres Glück und Erfüllung erfahren, bis Du Deinen Mut zusammen nimmst, und es trotzdem tust.
Das nächste Mal, wenn Dir jemand sagt: „Besorg Dir eine Arbeit.“, schlage ich vor, antwortest Du: „Nein, bitte! Nicht das… Alles, bloß nicht das!“ Und dann hau ihm eine runter.
Tief in Dir drin, weißt Du bereits, dass eine Arbeit nicht das ist, was Du wirklich willst. Also lass niemanden Dir was anderes erzählen. Lerne, Deiner inneren Weisheit zu vertrauen, auch wenn die ganze Welt Dir sagt, dass Du unrecht hast und ein Narr bist. In ein paar Jahren wirst Du zurück blicken und realisieren, dass es die beste Entscheidung Deines Lebens war.
Hier geht es zu Teil 1 dieses Artikels.

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Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.