Die größte Herausforderung am veganen Leben ist meiner Meinung nach der Umgang mit nicht-veganen Mitmenschen. Es ist so leicht, vegan einzukaufen und zu Hause vegan zu kochen, aber es ist verdammt schwer, anderen zu erklären, dass man jetzt vegan lebt. Mir jedenfalls geht es so!

Deshalb bekommt Ihr jetzt meine ultimativen Tipps zum veganen kohlehydratreichen und fettarmen Essen mit Familie und Freunden:
Wenn Ihr auf Feste, Parties eingeladen seid, die definitiv nicht vegan sein werden, geht dort möglichst nicht hungrig hin. Schlagt Euch vorher den Bauch so richtig voll, damit Ihr gar nicht erst in Versuchung kommt, von den angebotenen Speisen zu kosten. Bringt Euch ein veganes Notfallpack mit und wenn es ein Bund Bananen ist. Clever ist, wer eine leckere, vegane und fettarme Speise zum Buffet beisteuert.

Nicht anders sieht es bei Familienessen aus. Auch, wenn Mama und Papa erstmal sauer sind, weil Ihr den traditionellen Weihnachtsbraten verschmäht. Seid einfach ehrlich. Traut Euch! Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich habe, weil ich niemanden verletzen wollte, zunächst immer gesagt, dass ich wenigstens bei meinen Eltern und Schwiegereltern eine Ausnahme mache und auch mal Nichtveganes esse, mit der Folge, dass die Guten noch mehr Fleisch auf den Tisch gebracht haben als sonst, um mir wenigstens mal was Richtiges zu gönnen.
Da hilft es alles nichts, wir müssen einfach ehrlich sein. Die Familie und Freunde werden sich dran gewöhnen. 
Ihr könnt auch vorher fragen, was es geben wird. Meist ergibt sich schon aus den Beilagen eine vegane Alternative. Da kann Mutti dann einfach etwas mehr von kochen. Wenn Ihr mutig seid, könnt Ihr auch für die Familie vegan kochen. Ich habe damit aber eher negative Erfahrungen gemacht. 
Wenn ich mich mit Freunden oder meiner Schwester treffe, gehen wir auch mal spontan was essen. Vegane Restaurants sind ja leider noch nicht so zahlreich. Da vermeidet Ihr unschöne Situationen, wenn Ihr Euch einmal grundsätzlich überlegt, in welchem Laden Ihr was essen könnt.

Im Biergarten ist mein Favorit bisher Ofenkartoffel (ohne Quark!) und dazu Salat (ohne Dressing!). Ihr könntet auch Pommes und Kartoffelecken mit Ketchup essen, aber die sind meist sehr fettig. Bier ist leider auch nicht immer vegan. Da könnt Ihr mit Wasser nichts falsch machen. 
Beim Italiener würde ich zu eifreien Nudeln mit einer einfachen Tomatensauce greifen. Die Gefahr, dass hier eine Menge Olivenöl drin ist, ist natürlich gegeben. Ein super Rezept für eine fettfreie Tomatensauce findet Ihr übrigens hier: 
Normalerweise ist Pizzateig vegan. Ihr könntet also eine Gemüsepizza ohne Käse bestellen.
Am besten ist, Ihr geht zum Thailänder. Dort habt Ihr eine große Auswahl veganer Gerichte, da die traditionell ohne Ei und Milchprodukte kochen. Ihr solltet dabei Soßen mit Kokosmilch und Erdnüssen meiden, wenn Ihr nicht zuviel Fett zu Euch nehmen wollt. 
Im Dönerladen könnt Ihr einfach Dürüm essen mit Rohkostsalat. Wenn es fettarm sein soll, nehmt auf keinen Fall Auberginen oder anderes gebratenes Gemüse dazu und verzichtet auch auf die Soßen.

Grundsätzlich könnt Ihr in jedem Restaurant eine einfache vegane Beilage bestellen (Kartoffeln, Reis, Nudeln ohne Ei, Brot). Damit das ganze nicht zu trocken wird, könnt Ihr dazu, gedämpftes Gemüse oder einen Salat bestellen. Weist dann explizit darauf hin, dass Ihr kein Öl oder anderes Fett dazu wünscht.  Das geht ganz einfach: „Ich hätte gern eine große Portion Reis und dazu einen großen Salat, aber bitte alles ohne Fett oder Öl zubereitet.“ Bestellt lieber große Portionen, damit Ihr auch wirklich satt werdet und nicht Euern Freunden mit hungrigem Blick auf dem Teller hängt 🙂
Im Zweifel könnt Ihr in den Restaurants immer nachfragen. Wenn Ihr sagt, dass Ihr eine Allergie habt und deshalb vegan essen müsst, werden sie Euch eine wahrheitsgemäße Auskunft geben. 
An Getränken empfehle ich Euch immer stilles Wasser. Das ist definitiv vegan. Säfte und alkoholische Getränke können auch nicht-vegan sein!

Je sicherer Ihr seid, was Ihr wollt, desto entspannter wird das Thema Essen wieder für alle und Ihr könnt genießen, worauf es wirklich ankommt: eine schöne Zeit mit Eurer Familie und Euren Freunden.

Falls Ihr auch noch ultimative Tipps zu diesem Thema habt, freue ich mich sehr über Eure Kommentare 🙂

Photo Credit: www.bluewaikiki.com via photopin cc (Bananen), Werner Kunz via photopin cc (Biergarten),What What via photopin cc (Döner)

Sina Jasur
Sina Jasur
Ganz ehrlich? Mein Leben ist zu stressig! Ich bin mit einem Workaholic verheiratet, habe drei Kinder und will mich selbst verwirklichen. Ich schreibe, singe ab und zu in einer Band, engagiere mich in der Flüchtlingshilfe und versuche, nebenbei Geld zu verdienen, am liebsten mit den Dingen, für die ich brenne: Veganismus, Minimalismus und passives Einkommen. Mir macht es einfach Spaß, gesellschaftliche Konzepte zu hinterfragen und neue/alte, andere Wege auszuprobieren. Wenn es Euch auch so geht, ist dieser Blog genau das Richtige.